Ausweitung des Mammographie-Screenings bis 75 von Medizinern und Landfrauen gefordert – Appell auch während Coronapandemie Früherkennung wahrnehmen

Früherkennung von Brustkrebs mit Mammographie funktioniert auch nach dem 70. Lebensjahr. Brustkrebs zählt in diesem Alter immer noch zu den häufigen Erkrankungen und ist bei früher Erkennung meist unproblematisch behandelbar. Darauf verweisen die beiden Programmverantwortlichen Ärzte des Screening-Programms Mittelrhein, Dr. Jochen Schenk und Dr. Toni Vomweg. Da das Mammographie-Screening mit 69 Jahren endet, müssen sich die Frauen allerdings selber um eine Überweisung beim Haus- oder Frauenarzt kümmern. Bei vorliegenden Beschwerden werden die Kosten für die Mammographie von den Krankenkassen übernommen.

„Auch jenseits der 70 führt die Früherkennung zu einer Sterblichkeitssenkung und die Therapien sind schonender und weniger invasiv, wie Studien belegen“, machen Dr. Schenk und Dr. Vomweg deutlich. Beide Ärzte befürworten deshalb eine Ausweitung des Screening-Programms um fünf Jahre. Auch in den Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften wird die Früherkennungs-Mammographie bis zum 75. Lebensjahr pauschal für alle Frauen empfohlen. „Mammo bis 75“ lautet auch die Forderung des Deutschen Landfrauenverbandes. Die Chancen dafür stehen gut, seit eine Petition am 26.10.2020 im deutschen Bundestag eingereicht wurde.

„Seit dem Beschluss zur Einführung des Screening-Programms in 2002 hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung von 75 auf 86 Jahre gesteigert, deshalb sollte das Screeningalter angehoben werden. Dies wurde in England, den Niederlanden und Teilen Skandinaviens bereits erfolgreich umgesetzt“, macht sich die Vorsitzende der Landfrauen Rheinland-Nassau, Rita Lanius-Heck, für die Gesundheit der Frauen in der Region stark. „Die bisherige Regelung ist aus unserer Sicht altersdiskriminierend, denn die qualitätsgesicherten regelmäßigen Screeninguntersuchungen alle zwei Jahre bedeuten mehr Chancen auf Heilung.“

Die Zahlen für das Screening-Programm Mittelrhein, das seit 2007 für ca. 140.000 Frauen von 50 bis 69 Jahren im nördlichen Rheinland-Pfalz angeboten wird, belegen dies. Denn 82 Prozent der im Screening gefundenen Brusttumoren sind unter zwei Zentimeter und zu 79 Prozent ohne Lymphknotenbefall. Gute Voraussetzungen für eine schonende Behandlung und Heilung, denn in frühen Verläufen kann in der Regel Brust erhaltend operiert und auf Chemotherapien kann häufig verzichtet werden.

Während der aktuellen Coronasituation ist es den Ärzten ein besonderes Anliegen darauf hinzuweisen, dass aufgrund der Pandemie die Früherkennung nicht vernachlässigt werden sollte. „Diese ist so wichtig wie eh und je! Die entsprechenden Infektionsschutzmaßnahmen in den Praxen sowie die Empfehlung, medizinische Masken zu tragen, machen die Untersuchung sicher“, so Dr. Vomweg und Dr. Schenk.

Weitere Infos zum Screening-Programm finden sich unter:
www.mammographie-mittelrhein.de sowie www.lfvrln.de (Landfrauen Rheinland-Nassau).

Bei Fragen und weiteren Infos:
Pressebeauftragte Reinfriede Scheer
Kontakt: Mobil 0171-333 1549 – E-Mail: Scheer.PresseundPR@t-online.de

 

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